Homöopathie beim Kind

Martine Bernier

Gesundheitsjournalistin, Chefredaktorin

März 31, 2022

Homöopathie eignet sich ideal zur Behandlung von kleinen Wehwehchen und harmlosen Schmerzen bei Kindern und Kleinkindern, wenn man dabei gewisse Regeln beachtet.

Die Homöopathie wurde Anfang des 19. Jahrhunderts von Doktor Samuel Hahnemann entdeckt und basiert auf dem Ähnlichkeitsprinzip. Eine Substanz, die bei einem gesunden Menschen in grosser Menge gewisse Symptome hervorruft, kann in sehr kleiner Dosierung bei einem Kranken die gleichen Symptome heilen. Homöopathische Arzneimittel werden aus über 3000 Pflanzen, Mineralien oder tierischen Substanzen hergestellt. Es gibt sie in Form von Puder, Urtinkturen, Tabletten, Granuli oder Globuli, die man langsam unter der Zunge zergehen lässt. Ein unbestreitbarer Vorteil der Homöopathie ist die Tatsache, dass die Produkte völlig unschädlich und ohne jegliche Nebenwirkungen sind. Kein bitterer oder unangenehmer Nachgeschmack in Sicht: Kinder nehmen die Mittel ohne Probleme ein. Bei kleinen Kindern, bei denen die Gefahr besteht, dass sie das Mittel einfach herunterschlucken, können die Granuli zerdrückt und das Puder dann in wenig Wasser aufgelöst werden, das anschliessend mit dem Löffel oder im Schoppen verabreicht wird. Kontraindikationen sind sehr selten, lassen Sie sich aber im Zweifelsfall von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.

Hilft die Homöopathie bei jedem Leiden?

Die Homöopathie eignet sich hervorragend für tagtägliche Wehwehchen, bei Beulen, blauen Flecken, Schmerzen beim Zahnen, Schlafstörungen, Sonnenstichen, Fieber, Verdauungsstörungen, Angstzuständen, Koliken, Nasenbluten, Verbrennungen – die Liste ist lang.

Die Behandlungen werden ebenfalls vorbeugend verabreicht, beispielsweise als Prävention vor wiederholt auftretenden Ohrenentzündungen oder Schnupfen.

Wie behandelt man homöopathisch?

• Homöopathische Arzneimittel müssen mindestens zwanzig Minuten vor oder nach einer Mahlzeit eingenommen werden.

• Die Granuli und Globuli dürfen nicht mit den Fingern berührt werden.

• Die Behandlung wirkt besser, wenn Sie Anregungsmittel und Menthol enthaltende Produkte (Bonbons oder sogar Zahnpasta) vermeiden.

• Sobald es dem Kind besser geht, können Sie mit der Behandlung aufhören. Verbessert sich sein Zustand nicht oder verschlechtert sich sogar, ist es nicht das geeignete Medikament. In diesem Fall sollten Sie sich unbedingt von einer Fachperson beraten lassen.

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