Wie sensibilisiere ich mein Kind für den Umweltschutz?

Martine Bernier

Gesundheitsjournalistin, Chefredaktorin

Juli 22, 2021

Umweltschutz – unumgänglich, aber langweilig und anstrengend? Überhaupt nicht! Die Achtung vor der Umwelt kann für Kinder zu einem abenteuerlichen Vergnügen werden, wenn sie auf spielerische Art und Weise gelehrt wird und Kinder sie tagtäglich auf verschiedenste Arten nützlich umsetzen können.

Am einfachsten bringen Sie Ihrem Kind eine umweltfreundliche Lebensweise bei, wenn Sie ihm schon sehr früh die Liebe zur Natur vermitteln. Bei den ganz Kleinen beginnt dies mit dem Beobachten von Pflanzen, Insekten und Vögeln. Kinder sind sehr neugierig und offen für alles, was sie umgibt. Ermuntern Sie sie, ihre Umwelt zu erforschen!
Nehmen Sie Ihre Kinder mit in den Wald oder aufs Land. Wenn Sie im Garten oder auf der Balkonterrasse Blumen pflanzen, dann erklären Sie ihnen, dass viel Zeit, Wasser und Sonne erforderlich sind, bis sie erblühen. Ihr Kind wird dies begreifen und später nicht zerstören wollen, was es zu lieben und respektieren gelernt hat.

Versuchen Sie nicht, ihre Sprösslinge mit langfädigen, moralisierenden Vorträgen für das Thema zu begeistern – Sie werden auf taube Ohren stossen! Kinder brauchen Bilder und konkrete Beispiele, keine langen Predigten. Wenn Sie möchten, dass ihr Kind effizient in das Thema eingeführt wird, schlagen Sie ihm eine Mitgliedschaft im Panda Club des WWF vor. Der Panda Club organisiert in jedem Kanton Ausflüge und Lager für Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren, damit sie die Natur in ihrer Region beim Spielen, Beobachten und gemeinsamen Erfahrungen erleben können. Denn eines steht fest: Was man kennt, das liebt und schützt man viel eher als das Unbekannte…

Was Sie auch tun können, um den Umweltschutz zur Familienangelegenheit zu machen: Legen Sie einen kleinen Biogarten vor dem Haus oder auf dem Balkon an. Das Prinzip könnte einfacher nicht sein: Verwenden Sie keine künstlichen Produkte (Dünger, Schädlings- oder Pilzbekämpfungsmittel usw.), sondern ersetzen sie diese durch natürliche Techniken. Im Biogarten wird das Giessen mit Leitungswasser auf ein Minimum beschränkt. Stattdessen erhalten die Pflanzen Regenwasser, das vorher in grossen Wassertonnen gesammelt wurde. Versuchen Sie auch, Ihre Pflanzen auf natürliche Weise zu vermehren, beispielsweise mit Stecklingen oder durch Teilung. Beim Mitmachen und Helfen werden Ihre Kleinen entdecken, welche Freude ein gesunder Garten macht.

Erklären Sie Ihren Kindern, dass auch sie auf einfache Weise einen wichtigen Beitrag zum Schutz unseres Planeten leisten können, beispielsweise, indem sie den Wasserhahn abstellen, während sie die Zähne putzen oder die Hände einseifen, das Licht in Zimmern löschen, in denen sich gerade niemand aufhält, kein Papier wegwerfen, den Abfall trennen und wiederverwertbares, gemeinsam gesammeltes Material zum Basteln verwenden.

Vertrauen Sie ihnen verantwortungsvolle Aufgaben an: Lassen Sie sie beim Picknick im Grünen die Runde mit dem Abfallsack machen und dabei alles einsammeln, was herumliegt, damit Ihr Rastort nach Ihrem Aufenthalt wieder so sauber ist wie vorher.

Kochen und kaufen Sie mit den Kindern zusammen ein und testen Sie ihr Wissen – welches Gemüse und Obst hat gerade Saison und sollte daher bevorzugt werden?

• Organisieren Sie öfters eine umweltfreundliche Freizeitunternehmung. In der Natur eignet sich alles zum Beobachten: eine Knospe kurz vor dem Aufbrechen, ein Ameisenhaufen, eine Schnecke, eine Wolke in der Form eines Katzenkopfs, essreife Kirschen an einem Baum, blühende Bäume im Frühjahr… Geben Sie Ihrem Kind die Möglichkeit, Fotos von interessanten Funden zu machen und kleben Sie diese in ein Abenteueralbum ein. Vielleicht kann ja ihr Kind sogar eine Zeichnung machen von dem, was es am meisten beeindruckt hat?

Liebt Ihr Kind Tiere? Erzählen Sie ihm von ausgestorbenen Tierarten wie beispielsweise Dinosauriern oder dem Dodo und davon, dass heute andere Tierarten – unter anderem Tiger, Pandas, Wale, Eisbären, Gorillas oder der Schuhschnabel – vom Aussterben bedroht sind.

WWF Panda Club: www.pandaclub.ch

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